
Bau und Geschichte
Der Bau des Park Güell begann im Jahr 1900 in Barcelona, Spanien. Zu dieser Zeit war die Stadt bereits modern und dynamisch und zählte über 500.000 Einwohner. Barcelona war auch die Stadt der Künstler und der Architektur. Einer der berühmtesten Architekten Barcelonas war Antoni Gaudí. Eusebi Güell beauftragte ihn mit seinem Projekt: der Errichtung einer Wohnanlage für wohlhabende Familien. Aus diesem Grund kaufte Güell ein Grundstück oberhalb Barcelonas, von dem aus man die Stadt und das Meer bewundern kann. Die Bauarbeiten des Parks wurden jedoch zu teuer, sodass Güell sie 1914 einstellen musste. 1922 kaufte die Stadt Barcelona das Grundstück von den Erben Güells, und 1926 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich.
Haupteingang
Der Haupteingang liegt an der Carrer d’Olot und ist mit Eisentoren ausgestattet. Er wird von zwei Pavillons flankiert, die den Empfangsbereich der geplanten Wohnanlage bilden.
Casa del Guarda (Wächterhaus)
Das Wächterhaus befindet sich rechts vom Haupteingang des Park Güell. Es wurde zwischen 1901 und 1903 erbaut und diente ursprünglich als Wohnsitz des Hausmeisters.
Monumentale Treppe
Die monumentale Treppe, eingerahmt von zwei konvexen Mauern, beginnt am Eingangsvorplatz. Es handelt sich um eine doppelte Treppe, unterteilt in Abschnitte, die zur Säulenhalle (Sala Hipóstila) führt.
Säulenhalle (Sala Hipóstila)
- Außenbereich: Ein überdachter Raum mit 86 kannelierten Säulen, inspiriert vom griechischen dorischen Stil.
- Innenbereich: Die Halle wurde als überdachter Markt für die Wohnanlage konzipiert.
Jardí d’Àustria (Österreichischer Garten)
Dieses Areal war für die Baugrundstücke der Wohnhäuser vorgesehen. Als der Park 1926 öffentlich wurde, entstand hier eine städtische Baumschule.
Plaça de la Natura (Naturplatz)
Früher als Griechisches Theater oder Theater der Natur bekannt, war der Platz für Freiluftaufführungen vorgesehen. Der Platz ist teilweise in den Berg eingearbeitet und wird teilweise von der Säulenhalle gestützt.
Portikus der Wäscherin (Pórtico de la Lavandera)
Der Portikus, angelehnt an die Stützmauer des oberen Weges, wurde aus unbearbeitetem Stein errichtet. Außen sind mehrere Strebepfeiler zu sehen, einer davon in Form einer Karyatide (Steinstatue einer Frau, die eine Gesims trägt), bekannt als „die Wäscherin“.
Rampe und Casa Larrard
Der Portikus der Wäscherin endet in einer spiralförmigen Rampe mit schraubenförmigen Säulen. Die Casa Larrard, darunter gelegen, wurde ursprünglich klassisch erbaut, von Gaudí jedoch leicht verändert, um sie als Wohnhaus für Eusebi Güell und seine Familie nutzbar zu machen.
UNESCO-Welterbe
Seit 1984 gehört der Park Güell zum UNESCO-Weltkulturerbe, ein Symbol für Gaudís einzigartigen architektonischen Stil und die kreative Baukunst Barcelonas.





